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Medienkonferenz, 2. Februar 2010
Ja zur Landhof-Initiative - Nein zum Gegenvorschlag

Thomas Grossenbacher , Grossrat Grüne

Der Landhof bleibt grün

Basel braucht Entwicklung. Basel braucht Einwohner, die sich wohl fühlen. Deshalb brauchen Basel und seine Quartiere auch Freiräume, die für Qualität und Attraktivität stehen. Eine einseitige Entwicklung, die sich vorwiegend auf mehr Wohnungen abstützt, nützt nichts, wenn man nicht auch Qualität und Attraktivität maximiert.

Um dieses Ziel erreichen zu können, braucht es mehr Freiräume in unmittelbarer Wohnumgebung. Nur so können mehr Familien dazu bewegt werden, nach Basel zu ziehen.

Wir wollen mit der Initiative „der Landhof bleibt grün“ erreichen, dass im Kleinbasel, das als dichtest besiedeltes Quartier in der Schweiz gilt, nicht nur Wohnraum entwickelt wird, sondern mit dem Landhof auch eine wertvolle Grünfläche einer Entwicklung zugeführt wird.

Ganz nach seinem Namensvetter und Vorbild dem Freizeitzentrum Landauer in Riehen soll der Landhof zu einem Freizeit- und Erholungsraum umgestaltet werden. Das erklärte Ziel der Initiative ist nicht, wie oft behauptet, die Zementierung der Ist-Situation.  Ganz im Gegenteil: Mit einem neuen Landhof soll ein vielseitiger Erholungs- und Erlebnisraum für jung und alt geschaffen werden.

Ein Zentrum indem zum Beispiel eine Holzwerkstatt für grosse und kleine Schreiner Platz finden kann, ein Kaffi für alt und jung, eine Kinderhort und vieles mehr. In der Aussenanlage rund um das Freizeitzentrum sollen viele Sportarten auch ohne Clubzugehörigkeit ausgeübt werden können. Hier soll es nicht nur einen Robinsonspielplatz, und ein vielseitiges Angebot an Spiel- und Sportgeräten geben. Alle sollen auch hier ihre Spiel- und Sportkameraden treffen oder finden können.

Wir wollen, dass der Landhof einen wichtigen Beitrag zur gesunden Entwicklung unserer kleinen und grossen Kinder im Kleinbasel leisten kann. Er wirkt nicht nur fördernd sondern auch präventiv. Präventiv, indem Kinder und Jugendliche ihre Freizeit sinnvoll gestalten können und nicht auf Grund äusserer Umstände gezwungen sind, ihre Freizeitaktivität auf Computerspiele oder fernsehen zu reduzieren. Fördernd, da gerade die Begegnung mit der Natur – neben dem sozialen Kontakt zu anderen Kindern –in einer Stadt zu den elementaren Bedürfnissen in der Kindheit gehört und so zur körperlichen und seelischen Gesundheit beiträgt. Kinder müssen sich wohnungsnah, in für sie attraktiven und hinreichend grossen Naturräumen frei und ohne pädagogische Betreuung bewegen können.

Der gesamte Landhof verdient es zur Erholungs- und Freiraumfläche für alle weiter entwickelt zu werden. Er soll als Pionier für eine zukunftsgerichtete Kinder- und Jugendarbeit angesehen werden. Deshalb sind Natur-, Erholungs- und Freiräume in der Stadt nicht nur weiter zu fördern sondern wenn irgend möglich auch auszubauen. Das Ziel „mehr Natur für Kinder in der Stadt" darf nicht vom Credo „mehr Wohnungsraum für Basel“ dominiert werden. Kinder brauchen dafür unsere Unterstützung.