Medienorientierung
Lancierung Volksinitiave
Mittwoch,
6. September 2006
Mirko
Ulbl, Präsident “Verein zur Erhaltung des Landhofareals“ und
Jugendarbeiter der ref. Kirchgemeinde Kleinbasel
Die
heutige Nutzung des Landhofareals
Der Landhof ist heute ein Treffpunkt für Gross und Klein. Kinder
treffen sich nicht nur an den betreuten Spiel- und Sportnachmittagen der
ref. Kirchgemeinde Kleinbasel in Zusammenarbeit mit dem Jugendförderverein
oberes Kleinbasel "ooink ooink Productions". Auch an anderen
Tagen spielen sie auf dem Areal. Der Landhof ist ein Stück ihrer Heimat
geworden. Eine Heimat, in welcher sie einfach sein dürfen, sich wohl fühlen,
rennen, spielen und sich bewegen können - und Platz haben.
Die
Kinder haben ihre geheimen Plätze: In der Burg, im Dickicht der wild überwachsenen
ehemaligen Stehrampen des Stadions, in den alten Kassenhäuschen. Sie
haben genügend Platz um sich zu bewegen, sich zu entfalten und zu
entwickeln, und haben keine Erwachsenen um sich herum, die nörgeln.
Der
Landhof bietet das alles. Er ist die einzige grössere Grünanlage im
oberen Kleinbasel, wo sich Kinder aus dem Quartier frei und gesund
bewegen können und wo Kinder von den Anwohnern akzeptiert werden.
Defizite
der heutigen "Stadtkindern" (zu dick, ungeschickt, dadurch
unfallgefährdet) werden hier auf natürlichem Weg gemindert. Der Platz
ist gross genug für alle. Konflikte die wegen fehlenden Ausweichmöglichkeiten
entstehen fallen von vornherein weg.
Oft
sind wir eine sog. Schlichtungsstelle von Konflikten, die die Kinder aus
der Schule oder von daheim mitbringen. Die Kinder lieben den Landhof und
tragen auch Sorge zu ihm. Verschiedene Kontakte und Freundschaften
werden geknüpft. Die Herkunft und Kultur der Einzelnen spielt oft keine
Rolle.
Jugendliche,
die in den letzten 5 Jahren auf dem Landhof gross geworden sind kommen
immer noch gerne auf ein Spiel vorbei. Sie treffen sich mit anderen um
zu Schwatzen oder Lachen. Kein Wunder wurde das Gelände von den Kindern
mit dem Kinderfreundlichkeitslabel der Abteilung “Jugend, Kinder,
Familie und Prävention“ des Justizdepartements Basel-Stadt versehen.
Junge
Erwachsen haben den Landhof als eine gut gelegene und schöne Spiel- und
Sportwiese entdeckt. Regelmässig kommen sie auf ein Fussballspiel
vorbei und machen spontan einen guten Match. Die Nationalität der
Einzelnen spielt dann keine Rolle. Hauptsache das Spiel ist interessant
und fair.
Familien
treffen sich regelmässig zum Mittagstisch in der Tribüne, begleiten
die jüngeren Kinder zum Spiel und helfen mit, das Gebäude in Schuss zu
halten und die Spielnachmittage zu betreuen.
Ältere
Leute spazieren auf dem Gelände herum und erholen sich von der Hektik
der Umgebung inmitten der idyllischen Ruhe. Sie benutzen das Areal als
sichere Abkürzung durch das Quartier, sammeln Holunder oder Brombeeren
und schauen den Kindern gerne beim Spiel zu. Regelmässig treffen sie
sich im Restaurant zu einem Jass.
Ein
weiterer Punkt ist die Nutzung durch Sport- und Fussballvereine. In
guter Zusammenarbeit mit uns trainieren sie jeden Abend. Am Wochenende
finden auf dem Landhof regelmässig Sport- und Fussballveranstaltungen
statt (zT. Alternativ Ligen).
Der
Landhof ist für viele Quartierbewohner ein Treffpunkt mit hohen
Stellenwert geworden. Ein Ort, der auch als Oase Zentral inmitten des
oberen Kleinbasels bezeichnet wird, welcher aus dem Quartier nicht mehr
wegzudenken ist.
