Medienorientierung
Lancierung Volksinitiave
Mittwoch,
6. September 2006
Anita
Lachenmeier, Grüne, Grossrätin
Die
raren Grünflächen im Wettstein- und Rosentalquartier wurden nach und
nach verkleinert oder überbaut – der Landhof soll als Grünfläche
erhalten bleiben und darum in die Grünzone eingezont werden.
Vor ca. 10 Jahren hat die damalige Regierung vorausschauend einen
Planungsrichtwert festgelegt, nachdem jedes Quartier mind. 6 m2
Frei- und Grünfläche pro Person aufweisen soll. Sowohl Wettstein- wie
auch Rosentalquartier haben bereits damals diesen Planungsrichtwert längst
nicht erreicht.
Doch
ungeachtet dessen wurden seither in diesen Quartieren, immer wieder Grünflächen
überbaut, umgezont oder verkleinert.
1994
wurde die Solitude durch den Bau des Tinguely-Museeums zum x. Mal
verkleinert. Der Kinderspielplatz mit den 2 beliebten in der Sonne
liegenden Plantschbecken wurde nur bedürftig im Schatten ersetzt.
Für Ballspiele ist kein Platz mehr vorhanden. Der als Ersatzort
vorgeschlagene und auf Allmend liegende Tennisplatz am Stachelrain
wurde nur am Rand angetastet - eine kleine Kiesfläche soll zum
Verweilen einladen.
1996
wurden gleich zwei Grünflächen an der Mattenstrasse und am Riehenring
mit insgesamt 2500 m2 zwecks
Messeanlieferungen umgezont und geteert. Der versprochene Ersatz, die
Verschmälerung einer Nebenfahrbahn an der Peter-Rotstrasse zur Vergrösserung
des Grünstreifens ist kein realer Ersatz. Schon damals bemühte sich
das Referendumskomitee bestehend aus Grünen, WWF, Pro Natura und
Oekostadt den Landhof als Ersatzareal zu erhalten. Da der Vertrag mit
dem FCB jedoch erst im Jahre 2001 auslief, wurden wir vertröstet.
Nur
wenige Jahre später setzte sich mit dem Bau des Messeturms die
Verdichtung des Quartiers fort. Wird in die Höhe gebaut, müsste
dementsprechend mehr Bodenfläche freigehalten oder geschaffen werden.
Der dafür eingerichtete Mehrwertabgabefonds ermöglicht und finanziert
den Grünflächenersatz. Die vorgesehene (und noch nicht
umgesetzte) Vergrösserung der Rosentalanlage kann den Turm nie
wettmachen. Zudem wird diese Anlage mit den zahlreichen Veranstaltungen
dem Quartier nie als zuverlässiger Erholungsort dienen können.
Der
neue Messeplatz wurde der Quartierbevölkerung auch als Treffpunkt
angepriesen und kaum wird er teilzeitlich von der Bevölkerung erobert,
plant man die Überdachung dieses Freiraumes.
Wir
fordern keinen grünen Messeplatz, auch nicht den Rückbau überbauter
Areale als Realersatz für die vielen verlorengegangenen Grünflächen.
Doch wenigsten den Erhalt der noch bestehenden Freiflächen. Der Landhof
ist die letzte öffentliche, grosszügige Grünfläche im Wettstein- und
Rosentalquartier und muss darum in die Grünzone eingezont werden. Nur
so kann sie langfristig dem Quartier und den zukünftigen Generationen
als Grün-, Frei- und Erholungsraum erhalten bleiben.
